Veranstaltungen und aktuelle Informationen
Tag des offenen Denkmals am 13. September
Das Rittergut Briest öffnet am 13. September von 11 bis 17 Uhr seine Pforten für Besucher aus nah und fern. Für unseren Förderverein eine gute Gelegenheit, das bisher Geschaffene einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Ab 11 Uhr gibt es stündlich Führungen im Herrenhaus, Brauhaus und der Kapelle. Zur individuellen Entdeckungstour lädt ein Spaziergang durch die weitläufige Parklandschaft im englischen Stil ein, die 1849 durch den hannoverschen Königlichen Garteninspektor Christian Schaumburg geschaffen wurde. Kaffee, Kuchen und erfrischende Getränke werden im Café am See angeboten.
Um 14.45 Uhr steht ein Abschlusskonzert mit dem „Duo 51“ in der Kapelle auf dem Programm. Zu Gast sind Peter Schneider (Violoncello) und Zoë Knoop (Harfe). Während der Führungen im Herrenhaus erfreuen die beiden Musiker die Besucher in verschiedenen Räumen mit kleinen Musikstücken. Die 15 minütigen Konzerte nach den Führungen erklingen in der Kapelle.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um eine Spende zur Unterstützung der weiteren Vorhaben des Fördervereins.
Führungen finden zu folgenden Zeiten statt:
11.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 11.40 Uhr Konzert (15 Min.)
12.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 12.40 Uhr Konzert (15 Min.)
13.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 13.40 Uhr Konzert (15 Min.)
14.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 14.45 Uhr Abschlusskonzert (ca. 30-45 Min.)
Programm der 15-minütigen Konzerte
Gabriel Fauré (1845-1924)
Sicilienne Op. 78 in g-Moll
Andantino
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
Lied ohne Worte Op. 85, No. 1 in F-Dur
Andante espressivo
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Valse Sentimentale Op. 51, No. 6 in f-Moll
Tempo die Valse
Luigi Boccherini (1743-1805)
Rondo in C-Dur
Allegro con moto
Programm des Abschlusskonzertes
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Konzert Op. 4, No. 6 in B-Dur für Harfe und Orchester
Andante Allegro
Larghetto
Allegro moderato
Gabriel Fauré (1845-1924)
Sicilienne Op. 78 in g-Moll
Andantino
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Valse Sentimentale Op. 51, No. 6 in f-Moll
Tempo die Valse
Luigi Boccherini (1743-1805)
Rondo in C-Dur
Allegro con moto
Luigi Maurizio Tedeschi (1867-1944)
Elegia Op. 22 in a-Moll
Dr. Beate Braun-Niehr und Prof. Dr. Klaus Niehr erläutern den Inhalt des von ihnen entdeckten Pergaments.
Mittelalterlicher Nekrolog aus Briester Bibliothek kehrt nach Magdeburg zurück
Ein besonderes Ereignis stand am Donnerstag auf dem Rittergut an. Hausherrin Maren von Bismarck übergab im Rahmen einer Feierstunde einen Nekrolog an das Landesarchiv Sachsen-Anhalt.
In einem der ältesten Bände der humanistischen Hausbibliothek entdeckte im Jahr 2018 das Kunsthistorikerehepaar Dr. Beate Braun-Niehr und Prof. Dr. Klaus Niehr ein eingelegtes Pergamentblatt, das sich als Teil eines mittelalterlichen Anniversars entpuppte - eines Gedenkbuchs, in dem man Wohltäter eines Klosters oder Stifts notierte, um an deren Todestag für deren Seelenheil zu beten und Totenmessen zu zelebrieren.
Um das Rätsel um den Entstehungsort des Dokuments zu lösen und seine historische Bedeutung einordnen zu können, musste das Blatt zunächst restauriert und fotografisch dokumentiert werden. Professionelle Unterstützung erhielten die beiden Kunsthistoriker dabei durch Professorin Ulrike Höroldt, Direktorin des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz.
Erste Erkenntnisse der akribischen Forschungsarbeit ergaben: Das Pergamentblatt war Teil eines zu Beginn des 14. Jahrhunderts angelegten Anniversars des Magdeburger Nikolaistifts. Es entstand in einer für das Stift einschneidenden Zeit, als nämlich sein Standort unmittelbar vor der Westfassade des Magdeburger Doms an einen Platz auf der nördlichen Seite des Domplatzes verlegt werden musste. In dieser bedeutungsvollen Phase sollte das Memorienbuch offensichtlich dazu dienen, die historische Kontinuität des Stifts zu sichern und auch dessen materielle Förderung durch Stifter und Schenker nicht abreißen zu lassen. Die Existenz des Buchs war zwar bekannt, doch es galt als verloren. Mit dem Fund aus der Briester Bibliothek konnte nun eine Doppelseite des Memorienbuches ermittelt werden.
Beate Braun-Niehr und Klaus Niehr haben ihre Forschungen mittlerweile abgeschlossen und 2026 im Jahrbuch der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt publiziert.
Für Maren von Bismarck als Eigentümerin von Briest und damit auch des Pergaments stand fest: Das mittelalterliche Dokument soll an seinen Ursprungsort zurückkehren und dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt als Geschenk übergeben werden. „Mir ist es wichtig, dass dieses bedeutende Zeugnis der mittelalterlichen Geschichte Magdeburgs auf Dauer sicher und fachgerecht verwahrt wird und so auch künftigen Generationen für weitere Forschungen zur Verfügung steht“, begründet sie ihren Entschluss. Am 16. Juli besiegelten sie und der Leiter des Landesarchivs, Dr. Ralf Lusiardi, mit ihren Unterschriften die Heimkehr des historischen Schatzes.
Maren von Bismarck unterzeichnet die Schenkungsurkunde, die die Übergabe des historischen Schatzes an das Landesarchiv besiegelt. Dessen Leiter, Dr. Ralf Lusiardi, bedankt sich herzlich.
Mit großem Interesse verfolgen die Teilnehmer der festlichen Übergabeveranstaltung im Ahnensaal des Briester Ritterguts die Ausführungen der beiden Kunsthistoriker.
Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur zu Besuch
Auf Entdeckungstour durch die Altmark hatte sich am Samstagnachmittag der Landesverband Sachsen-Anhalt der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst (DGGL) und Landschaftskultur begeben. Bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke hatte der Ausflug die Gutsparks Schönhausen und Briest sowie den Tangerhütter Stadtpark zum Ziel. Die elf Vereinsmitglieder aus Halle wurden auf dem Rittergut Briest vom Vorsitzenden des Fördervereins Günter Knüppel begrüßt und durch das Ensemble geführt.
Die DGGL widmet sich der Förderung der Gartenkunst und Landschaftskultur in den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege, Freiraumentwicklung und Landschaftsarchitektur zur nachhaltigen Sicherung einer lebenswerten räumlichen Umwelt. Der Verein beteiligt sich auch an verschieden Projekten, darunter das Initiativbündnis Historische Gärten im Klimawandel.
Von besonderem Interesse während der Führung war der Briester Landschaftsgarten im englischen Stil, der 1849 durch den hannoverschen Königlichen Garteninspektor Christian Schaumburg im Auftrag von Wilhelm August von Bismarck angelegt wurde. Der malerische Park mit seine Eichen-, Hainbuchen und Kiefernwäldern hat Bezüge zur heimischen Feld- und Waldflur.
Sehenswert für die Gäste aus Halle waren die Reste der Wölbäcker, die noch heute gut zu erkennen sind. Günter Knüppel erläuterte zudem anschaulich die Bewirtschaftung der Waldflächen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes. Viele Frage der Besucher gab es auch zur Architektur der Gebäude des Ritterguts.
Nach einer kleinen Erfrischung im Herrenhaus ging es dann nach anderthalb Stunden weiter in den Tangerhütter Park, der wie die Briester Anlage zu den Gartenträume-Parks in Sachsen Anhalt gehört.
Ostdeutscher Schlössertag 2026
Am Pfingstwochenende am 24. und 25. Mai konnten wir auf dem Rittergut Briest zahlreiche Besucher begrüßen. Höhepunkt am Sonntag war der Konzertnachmittag mit dem Monti-Quartett aus Magdeburg. Die Freunde klassischer Musik waren vom Können der vier Musiker begeistert. Die Gutskapelle war eigens zum Konzert mit frischem Gründ und Blütenschmuck dekoriert. Zum musikalischen Genuss trug nicht zuletzt die ausgezeichnete Akustik des historischen Gebäudes aus dem Jahr 1599 bei.
Bereits in den Mittagsstunden war das Brauhaus Gastgeber für ein Familientreffen in gemütlicher Runde. Die per Bus angereisten Teilnehmer waren begeistert vom Ambiente des Hauses und genossen das Mittagessen. Eine Führung durch das Herrenhaus und den Landschaftspark mit anschließender Kaffeetafel rundete den Besuch ab.
Am Pfingstmontag zog es eine Vielzahl an Besuchern anlässlich des Ostdeutschen Schlössertages nach Briest. Der Parkplatz vor dem Brauhaus war meist voll ausgelastet. Sogar aus Hamburg, Neustadt Dosse, Berlin sowie aus zahlreichen Orten aus Sachsen-Anhalt kamen die geschichtsinteressierten Gäste, um sich ein Bild vom bisher Geschaffenen in Herrenhaus, Brauhaus und Park zu machen. Das Interesse an den angebotenen Führungen mit Hausherrin Maren von Bismarck und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Günter Knüppel, war sehr groß. Zur Stärkung bei Kaffee und Kuchen hatte das Café am See wurde im Brauhaus geöffnet.
Allen fleißigen Helfern, die zum Gelingen der beiden Tage beigetragen haben, sagen der Förderverein und die Familie von Bismarck herzlich Danke!

