Veranstaltungen und aktuelle Informationen
Tag des offenen Denkmals
Zahlreiche Besucher fanden am 13. September den Weg nach Briest, um auf den Spuren der Familie von Bismarck zu wandeln. Von 11 bis 17 Uhr gab es auf dem Rittergut ausgiebig Gelegenheit, das Ensemble aus Herrenhaus, Landschaftspark, Brauhaus und Kapelle unter sachkundiger Führung in Augenschein zu nehmen. Nicht zu kurz kam dabei auch die kulturelle Umrahmung. Hier hatten sich Zoë Knoop und Peter Schneider, die immer wieder gern in Briest zu Gast sind, etwas Besonderes einfallen lassen
Zoë Knoop verzauberte im blauen Salon des Herrenhauses die Gäste mit kurzen Musikstücken auf der gotischen Harfe, ein kleines Instrument mit erstaunlicher Klangfülle. Die Zuhörer konnten dabei in die Zeit des Entstehens des ehrwürdigen Hauses in der Spätrenaissance eintauchen.
Im Ahnensaal brachte Peter Schneider auf dem Cello kurze Musikstücke zu Gehör. Im Anschluss an die informativen Führungen luden beide Künstler zu Kurzkonzerten in die Gutskapelle aus dem Jahr 1599 ein.
Höhepunkt war am Nachmittag nach der letzten Führung des Tages ein 45-minütiges Abschlusskonzert, das bei den Besuchern großen Anklang fand. Beide Künstler des „Duo 51“ traten am Tag des offenen Denkmals kostenlos auf und wollten damit ihre Wertschätzung für das bisher Geschaffene auf dem Rittergut zum Ausdruck bringen. Dafür bedankt sich der Förderverein herzlich.
Gute Besucht war das Café am im Brauhaus. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Besucher den erlebnisreichen Tag noch einmal Revue passieren und kamen miteinander ins angeregte Gespräch.
Veranstaltungskalender 2026
Sonntag, 24. Mai, Pfingsten:
16 Uhr, Konzert mit dem „Monti-Quartett“ in der Gutskapelle (Eintritt 25 Euro)
Café am See zur Veranstaltung geöffnet
Montag, 25. Mai, Pfingsten, „Schlössertag 2026“:
11 bis 17 Uhr, Führungen Gutshof Briest mit Herrenhaus, Park, Brauhaus und Kapelle
Café am See geöffnet
Samstag, 13. Juni, „Rendezvous im Gartentraum“:
11 bis 15 Uhr, Picknick im Gartenträume-Park
Café am See geöffnet
Sonntag, 13. September, „Tag des offenen Denkmals“:
11 bis 13 Uhr, Führungen Gutshof Briest mit Herrenhaus, Park, Brauhaus und Kapelle
16 Uhr, Konzert mit dem „Duo 51“ in der Gutskapelle (Eintritt frei)
Café am See geöffnet
Sonntag, 11.Oktober:
11 Uhr, Mitgliederversammlung Förderverein Briest
14 Uhr, Konzert mit „Monti-Trio“ im Ahnensaal des Herrenhauses (Eintritt 25 Euro)
15.30 Uhr, „Come together“ mit Buffet im Herrenhaus
Sonntag, 18.Oktober, 31. Musikfest Altmark:
16.00 Uhr, Konzert „Zwischen Nacht und Licht, ein Abend für Streichtrio und Poesie“ im Brauhaus mit dem Bergischen Streichtrio (Eintritt 25 Euro)
Café am See geöffnet
Für die hier angebotenen Führungen auf dem Rittergut Briest wird kein Eintritt erhoben. Es wird um eine Spende zum Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles gebeten.
Kartenreservierung für die Konzerte:
Tag des offenen Denkmals am 13. September
Das Rittergut Briest öffnet am 13. September von 11 bis 17 Uhr seine Pforten für Besucher aus nah und fern. Für unseren Förderverein eine gute Gelegenheit, das bisher Geschaffene einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Ab 11 Uhr gibt es stündlich Führungen im Herrenhaus, Brauhaus und der Kapelle. Zur individuellen Entdeckungstour lädt ein Spaziergang durch die weitläufige Parklandschaft im englischen Stil ein, die 1849 durch den hannoverschen Königlichen Garteninspektor Christian Schaumburg geschaffen wurde. Kaffee, Kuchen und erfrischende Getränke werden im Café am See angeboten.
Um 14.45 Uhr steht ein Abschlusskonzert mit dem „Duo 51“ in der Kapelle auf dem Programm. Zu Gast sind Peter Schneider (Violoncello) und Zoë Knoop (Harfe). Während der Führungen im Herrenhaus erfreuen die beiden Musiker die Besucher in verschiedenen Räumen mit kleinen Musikstücken. Die 15 minütigen Konzerte nach den Führungen erklingen in der Kapelle.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um eine Spende zur Unterstützung der weiteren Vorhaben des Fördervereins.
Führungen finden zu folgenden Zeiten statt:
11.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 11.40 Uhr Konzert (15 Min.)
12.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 12.40 Uhr Konzert (15 Min.)
13.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 13.40 Uhr Konzert (15 Min.)
14.00 Uhr ab Herrenhaus, im Anschluss um 14.45 Uhr Abschlusskonzert (ca. 30-45 Min.)
Dr. Beate Braun-Niehr und Prof. Dr. Klaus Niehr erläutern den Inhalt des von ihnen entdeckten Pergaments.
Mittelalterlicher Nekrolog aus Briester Bibliothek kehrt nach Magdeburg zurück
Ein besonderes Ereignis stand am Donnerstag auf dem Rittergut an. Hausherrin Maren von Bismarck übergab im Rahmen einer Feierstunde einen Nekrolog an das Landesarchiv Sachsen-Anhalt.
In einem der ältesten Bände der humanistischen Hausbibliothek entdeckte im Jahr 2018 das Kunsthistorikerehepaar Dr. Beate Braun-Niehr und Prof. Dr. Klaus Niehr ein eingelegtes Pergamentblatt, das sich als Teil eines mittelalterlichen Anniversars entpuppte - eines Gedenkbuchs, in dem man Wohltäter eines Klosters oder Stifts notierte, um an deren Todestag für deren Seelenheil zu beten und Totenmessen zu zelebrieren.
Um das Rätsel um den Entstehungsort des Dokuments zu lösen und seine historische Bedeutung einordnen zu können, musste das Blatt zunächst restauriert und fotografisch dokumentiert werden. Professionelle Unterstützung erhielten die beiden Kunsthistoriker dabei durch Professorin Ulrike Höroldt, Direktorin des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz.
Erste Erkenntnisse der akribischen Forschungsarbeit ergaben: Das Pergamentblatt war Teil eines zu Beginn des 14. Jahrhunderts angelegten Anniversars des Magdeburger Nikolaistifts. Es entstand in einer für das Stift einschneidenden Zeit, als nämlich sein Standort unmittelbar vor der Westfassade des Magdeburger Doms an einen Platz auf der nördlichen Seite des Domplatzes verlegt werden musste. In dieser bedeutungsvollen Phase sollte das Memorienbuch offensichtlich dazu dienen, die historische Kontinuität des Stifts zu sichern und auch dessen materielle Förderung durch Stifter und Schenker nicht abreißen zu lassen. Die Existenz des Buchs war zwar bekannt, doch es galt als verloren. Mit dem Fund aus der Briester Bibliothek konnte nun eine Doppelseite des Memorienbuches ermittelt werden.
Beate Braun-Niehr und Klaus Niehr haben ihre Forschungen mittlerweile abgeschlossen und 2026 im Jahrbuch der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt publiziert.
Für Maren von Bismarck als Eigentümerin von Briest und damit auch des Pergaments stand fest: Das mittelalterliche Dokument soll an seinen Ursprungsort zurückkehren und dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt als Geschenk übergeben werden. „Mir ist es wichtig, dass dieses bedeutende Zeugnis der mittelalterlichen Geschichte Magdeburgs auf Dauer sicher und fachgerecht verwahrt wird und so auch künftigen Generationen für weitere Forschungen zur Verfügung steht“, begründet sie ihren Entschluss. Am 16. Juli besiegelten sie und der Leiter des Landesarchivs, Dr. Ralf Lusiardi, mit ihren Unterschriften die Heimkehr des historischen Schatzes.
Maren von Bismarck unterzeichnet die Schenkungsurkunde, die die Übergabe des historischen Schatzes an das Landesarchiv besiegelt. Dessen Leiter, Dr. Ralf Lusiardi, bedankt sich herzlich.
Mit großem Interesse verfolgen die Teilnehmer der festlichen Übergabeveranstaltung im Ahnensaal des Briester Ritterguts die Ausführungen der beiden Kunsthistoriker.
Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur zu Besuch
Auf Entdeckungstour durch die Altmark hatte sich am Samstagnachmittag der Landesverband Sachsen-Anhalt der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst (DGGL) und Landschaftskultur begeben. Bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke hatte der Ausflug die Gutsparks Schönhausen und Briest sowie den Tangerhütter Stadtpark zum Ziel. Die elf Vereinsmitglieder aus Halle wurden auf dem Rittergut Briest vom Vorsitzenden des Fördervereins Günter Knüppel begrüßt und durch das Ensemble geführt.
Die DGGL widmet sich der Förderung der Gartenkunst und Landschaftskultur in den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege, Freiraumentwicklung und Landschaftsarchitektur zur nachhaltigen Sicherung einer lebenswerten räumlichen Umwelt. Der Verein beteiligt sich auch an verschieden Projekten, darunter das Initiativbündnis Historische Gärten im Klimawandel.
Von besonderem Interesse während der Führung war der Briester Landschaftsgarten im englischen Stil, der 1849 durch den hannoverschen Königlichen Garteninspektor Christian Schaumburg im Auftrag von Wilhelm August von Bismarck angelegt wurde. Der malerische Park mit seine Eichen-, Hainbuchen und Kiefernwäldern hat Bezüge zur heimischen Feld- und Waldflur.
Sehenswert für die Gäste aus Halle waren die Reste der Wölbäcker, die noch heute gut zu erkennen sind. Günter Knüppel erläuterte zudem anschaulich die Bewirtschaftung der Waldflächen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes. Viele Frage der Besucher gab es auch zur Architektur der Gebäude des Ritterguts.
Nach einer kleinen Erfrischung im Herrenhaus ging es dann nach anderthalb Stunden weiter in den Tangerhütter Park, der wie die Briester Anlage zu den Gartenträume-Parks in Sachsen Anhalt gehört.

